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Gewürze der Welt von A – Z

Gewürze bieten eine immense Vielfalt an Aromen – Die Gewürze Liste von A-Z

 

Die Vielfalt an würzigen Körner, Samen, Rinden und Kapseln ist heute größer den je und noch nie hat man Gewürze so einfach kaufen können. Doch welche Gewürze kommen in ein indisches Curry? Aus was besteht das so bekannte Ras el Hanout?

 

 

Was läßt einen Kartoffelpüree schmecken wie bei Muttern? Hier erfährst du mehr über die einzelnen Gewürzsorten. Welches sind die wichtigsten Gewürze? Bei welchen Speisen werden sie wie hergenommen und welche Gewürze kann man wunderbar miteinander kombinieren. 

 

Die Gewürze Liste der Welt

 

 

Anis: (Pimpinella anisum)

 

Die Verwendung von dem Gewürz:

Anis wird sehr vielseitig verwendet. Für die indische und arabische Küche ist es ein sehr wichtiges Gewürz. Bei uns wird es sehr gerne in Brot und für das Weihnachtsgebäck hergenommen. Es paßt aber auch zu einem deftigen, fetten Gericht.

 

Zu kaufen gibt es Anis als ganze Samen oder bereits gemahlen. Das beste Aroma entfaltet Anis allerdings frisch gemahlen oder gestoßen aus deinem Mörser. Es hat ein sehr intensives Aroma, von daher bitte vorsichtig würzen. Für Weihnachtsgebäck kann von diesem Gewürz auch mal etwas mehr verwendet werden.

  • Weihnachtsgebäck wie Lebkuchen und Printen
  • Brot, Desserts, Pudding, Kompott, Apfelmus
  • Fleisch, Geflügel, Kalb aber auch für Eintöpfe
  • Fisch, Meeresfrüchte und Fischsaucen
  • Anisöl aromatisiert zahlreiche Schnäpse wie Raki, Ouzo, Pastis, Pernod uvm.

 

Geschmack:

Anis besitzt einen sehr intensiven Geschmack und sollte sehr dosiert eingesetzt werden. Das Gewürz schmeckt mild süßlich und hat ein lakrizartiges herbes Aroma. Anis wird wegen seinem Geschmack auch im Volksmund als süßer Kümmel bezeichnet. Im typischen Brotgewürz sollte Anis auch nicht fehlen.

 

Kombination:

Anis harmoniert sehr gut mit Kümmel, Fenchel, Kardamon, Estragon, Muskatnuss, Gewürznelken aber auch mit Zimt. Eine wahre Geschmacks-Explosion erlebst du, wenn du Anis mit Schokolade, Honig aber auch Orange kombinierst. Nicht nur zur Weihnachtszeit!

 

Wo kommt das Gewürz her?

Anis kommt aus dem östlichen Mittelmeeraum und ist in gemäßigten, subtropischen Zonen weit verbreitet. Schon in der Antike war Anis ein sehr beliebtes Gewürz und Heilkraut.

 

Bockshornklee (Trigonella foenum graecum)

 

Die Verwendung von dem Gewürz:

Die Samen vom Bockshornklee sind ein steinhartes Gewürz und werden in der Regel gemahlen. In Pulverform passt dieses Gewürz hervorragend zu indischen und asiatischen Gerichten.

 

Bockshornklee findet man sehr häufig als Bestandteil von lecker schmeckenden Curry Würzmischungen, unter anderem dem Ras el Hanout und dem 5 Gewürze Pulver. Bockshornklee findest du allerdings auch immer öfters als Brotgewürz. 

  • Gemüsegerichten, Kartoffeln, Pilz- und Gemüsesuppen, Eintöpfen
  • Brot und andere Backwaren
  • Fischgerichte und Fischsuppen
  • indische Currygerichte, Dhals und Chutneys

 

Geschmack:

Die rosinenartigen Buschtomaten sind bräunlich bis orangerot und erinnern an Karamell. Der Geschmack ist leicht scharf, sehr aromatisch frisch. Damit dieses Gewürz etwas an Bitterkeit verliert solltest du es vor dem Würzen in der Pfanne kurz anrösten. Dadurch kommt das volle Aroma erst richtig zur Geltung. Probier es aus, lecker! 

 

Wo kommt das Gewürz her?

Bockshornklee ist vom östlichen Mittelmeerraum bis nach Indien und China verbreitet. Es kommt aber auch in Ostafrika vor. Während die Römer und Griechen Bockshornklee vorwiegend medizinisch sowie als Viehfutter verwendeten, wurde es in Indien schon immer als Gewürz geschätzt.

 

Cayennepfeffer: (Capsicum Frutescens L.)

 

Die Verwendung von dem Gewürz:

Cayennepfeffer ist mit der Paprika verwandt, jedoch viel schärfer. Von daher ist Cayennepfeffer nicht wie es der Name vermuten läßt eine Pfeffersorte.

 

In der Küche zählt Cayennepfeffer als eines der schärfsten Gewürze. Durch den sehr hohen Capsaicing-Gehalt, solltest du mit diese Chilisorte sehr vorsichtig würzen und dich langsam an die gewünschte Schärfe herantasten.

Dieses scharfe Gewürz passt zu vielen Fleischgerichten aus der indischen, spanischen, portugiesischen aber auch chinesischen und indonesischen Küche. Cayennepfeffer ist mit vielen anderen Gewürzen oft ein wichtiger Bestandteil von sehr beliebten Curry-Mischungen.

  • Gulasch, Ragouts, Tomaten und Kartoffelgerichte
  • Fleischgericht von Geflügel, Schweinefleisch bis Wild
  • Chilli con Carne, pikante und würzige Soßen, Marinaden und Beizen
  • Schmorbraten, Sauerbraten aber auch für Fisch und Krustentiere

 

Geschmack:

Cayennepfeffer ist vom Geschmack ähnlich scharf wie Chili-Pulver. Teilweise werden die Chili-Schoten des Cayennepfeffers bei der Trocknung auch noch geräuchert. Dadurch hat dieses Gewürz auch meist neben der Schärfe auch noch ein leicht rauchiges Aroma.

 

Wo kommt das Gewürz her?

Die Cayenne Chilipflanze kommt ursprünglich aus dem südamerikanischen Raum. Durch die Entdeckung von Amerika wurde dieses Gewürz weltweit bekannt und fand seinen Weg in die spanische, indische chinesische und portugiesische Küche. Noch heute wird Cayenne hauptsächlich in Süd- und Mittelamerika angebaut.

 

Chilipulver: (Pimpinella anisum)

 

Die Verwendung von dem Gewürz:

Chilipulver ist eine amerikanische scharfe Gewürzmischung und wird nicht wie man leicht vermuten könnte aus gemahlenen Chilischoten hergestellt. Die Basis besteht meist aus Cayennepfeffer, Kreuzkümmel, Knoblauch und Oregano.

 

Die Zusammensetzung dieses Gewürz Pulvers kann aber je nach Region sich leicht unterscheiden.

 

Teilweise findet man im Chilipulver auch Nelken, Salz, Zimt, Muskat, Paprika und Muskat. Verwendet wird diese Gewürzmischung hauptsächlich in der mexikanischen und texanischen Küche und verleiht den Gerichten die typische aromatische feurige Schärfe.

  • Chilli con Carne, Nachos, Tacos, Tortillas, Fajitas
  • Fleischgerichte, Marinaden, Hackfleischgerichte wie Burger
  • Suppen, Soßen und Marinaden
  • Fischgerichte und Fischsuppen

 

Geschmack:

Chilipulver ist ein Gewürz für die scharfe aromatische Küche. Je nach dem welche anderen Gewürze noch mit dazugemischt wurden, reicht die Mischung von scharf bis angenehm würzig.

 

Wo kommt das Gewürz her?

Die Heimat der Chilipflanze liegt in Mittel- und Südamerika. Mit Kolumbus und anderen Entdeckern kamen Chilis nach Europa. Sie waren aber aufgrund von der schärfe bei uns anfangs nicht sehr beliebt. Weiter ging es mit den Seefahrern nach Afrika und Asien wo sie als Scharfmacher mehr geschätzt wurden. Erst viele Jahre später kam das Gewürz über Indien ein zweites mal nach Europa. Was für ein Umweg. 

 

Gewürznelken: (Sysygium aromaticum)

 

Die Verwendung von dem Gewürz:

Gewürznelken sind bei uns gerade in der Weihnachtszeit ein kaum wegzudenkendes Gewürz. Viele bekannte Gewürzmischungen wie das 5 Gewürze Pulver, Quatre Épices oder das Garam Masala  bekommen von der Gewürznelke das unvergleichliche Aroma.

 

Aber auch Ketchup und die Wochestershiresauce, mit dem kaum auszusprechenden Namen, beinhalten dieses früher sehr teure Gewürz.

MEIN TIPP:

Du kannst relativ einfach überprüfen ob Gewürznelken noch frisch sind oder nicht. Wenn sie in einem Wasserglas aufrecht schwimmen oder du mit dem Fingernagel sie eindrückst und Öl austritt, dann weißt du das sie noch viel Aroma an dein Essen abgeben werden.

 

  • Weihnachtsgebäck, Süßspeisen, Zwetschgenmus, Kompott
  • Schweinefleisch, Wild, Wurst, Saucen und Marinaden
  • Rotkohl, Blaukraut,
  • Liköre, Glühwein, Punch, Feuerzangenbowle

 

Geschmack:

Gewürznelken haben einen sehr würzigen Geschmack mit einer pfefferigen Schärfe. Bitte auch hier sehr dosiert mit dem Aroma umgehen, da dieses Gewürz sehr dominant sein kann. Besonders die Knospen haben sehr viel Power. 

 

Kombination:

Die Gewürznelke ist von sich aus schon ein sehr dominantes Gewürz. Sie harmonieren sehr gut mit Zwiebeln, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren und Tomaten.

 

Wo kommt das Gewürz her?

Der Gewürznelkenbaum ist auf den Nordmolukken beheimatet. Seine Knospen waren als Gewürz bereits im alten Ägypten sehr bekannt. Heute sind Sri Lanka, Philippinen uns Sansibar, sowie Indonesien bekannt für den Anbau und Verkauf von diesem aromatischen Gewürz.

 

Kardamon: (Elettaria cardamomum)

 

Die Verwendung von dem Gewürz:

Kardamon wird als Gewürz für Süßes und Pikantes gerne hergenommen. Entweder als ganze Kapsel, meist aber die ausgelösten und gemahlenen Samen. Kardamon ist wichtiger Bestandteil vieler Gewürzmischungen wie zum Beispiel von Garam masala und Currypulver.

 

Es wird besonders zum Würzen von Fleisch, Geflügel, Reis aber auch bin Obst und Nachspeisen verwendet. Neben Safran und Vanille ist Kardamon noch immer eines der teuersten Gewürze auf der Welt.

  • Brot, Gebäck, Kuchen, Plundergebäck, Eiscreme, Bratapfel und Weihnachtsgebäck
  • Likör, Glühwein, arabischer Kaffee, Gewürztee, Chai masala
  • Wurst, Pasteten, Geflügel, Lamm, Kalb und Schweinefleisch, Ente und Hackfleisch
  • Currygerichte, Orientalische Reisgerichte, 

 

Geschmack:

Grüner Kardamon hat ein frisches zitroniges und blumiges Aroma. Es erinnert ein wenig an Eukalyptus. Der durch das Räuchern viel selterne schwarze Kardamon hat ein rauchiges, herbes und eher erdiges Aroma. Grüner Kardamon ist mit dem schwarzen Kardamon nicht zu vergleichen und sollte von daher auch nicht ersetzt werden.  

 

Wo kommt das Gewürz her?

Kardamon wird in asiatischen Ländern wie Guatemala, Tansania und Madagaskar angebaut. Heimisch ist das Gewürz in Südindien und Sri Lanka wo er auch noch wild vorkommt. Bereits die Griechen und Römer schätzten dieses wunderbare aromatische Gewürz in der Antike sowohl als Heil- und Würzpflanze.

 

Knoblauch: (Allium sativum)

 

Die Verwendung von dem Gewürz:

Der Knoblauch darf in der Gewürze Liste natürlich nicht fehlen. Er ist ein in den mediterranen und asiatischen Küchen nicht mehr wegzudenken. Roh aromatisiert er Salate, Marinaden und Gewürzpasten. Ein getostetes Brot mit Knoblauch berieben, Butter und Salz ist oftmals schon genauso gut wie der Hauptgang. 

  • Fleisch, Geflügel, Wild, Rind
  • Meeresfrüchte, Fisch
  • Salate, Marinaden, Saucen,
  • Eintöpfe, Schmorgerichte, Gemüse

 

Geschmack:

Je nach Zerkleinerungsgrad und Garmethode verändert er sein kräftiges Aroma. Von süß als ganze Knolle oder Zehe in dem Backofen mitgegart, bis leicht scharf und bitter. Knoblauch ist wohl eines der Gewürze die man entweder liebt oder gar nicht mag. 

 

Kombination:

Knoblauch kann man natürlich in der mediterranen Küche auch sehr gut mit anderen Gewürzen kombinieren. Sehr gut passen Thymian, Oregano, Zitronenverbene, Rosmarin, aber auch Zwiebeln, Pimentkörner, Tomatenmark, Wacholderbeeren und Gewürznelken.

 

Wo kommt das Gewürz her?

Knoblauch kommt ursprünglich aus Zentralasien, wo er bereits vor über 5000 Jahren kultiviert wurde. Den ägyptischen Sklaven für den Pyramidenbau diente er als Nahrung. Über das Mittelmeer fand er seinen Weg nach Europa. Es wird behautet das die Römer das Gewürz zu uns nach Europa brachten.

 

Koriander: (Coriandrum sativum)

 

Die Verwendung von dem Gewürz:

Beim Koriander bieten sich sowohl die getrockneten Früchte als Aromageber an, wie aber auch die frischen Blätter. Beide haben aber ein ganz unterschiedliches Aroma.

 

Die Korianderfrüche mit ihrem würzig nussigem Geschmack würzen Geflügel und Fleischgerichte aber auch Saucen, Pasteten und Gebäck. Außerdem kommen sie in einigen Gewürzmischungen vor.

 

  • Fleischgerichte, Fisch, Geflügel, Wild, Saucen,
  • Pasteten, Brot, Gebäck,
  • Thailändische Suppen, Meeresfrüchte, Glasnudeln
  • Linsen, Kichererbesen

 

Wo kommt das Gewürz her?

Über den Geschmack von Koriander läßt sich streiten. Viele Europäer haben damit ein Problem. Vor allem die Blätter empfinden viele Menschen als seifig. Andere beschreiben den Geschmack eher als  leicht bitter, pikant und süßlich. Die Korianderfrüchte hingegen haben einen eher zitrusartiges Aroma und enthalten deutlich weniger des seifigen Geschmacks der Blätter.

Herkunft:

Koriander stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum. Zusammen mit anderen mediterranen Gewürzen gelangte er ca. im 4 Jahrhundert v. Chr. nach Indien und ist heute weltweit sehr beliebt. Er gedeiht in gemäßigten und tropischen Klimazonen.

 

Kurkuma: (Curcuma longa)

 

Die Verwendung von dem Gewürz:

Kurkuma ist für die thailändische, indonesische und indische Küche eines der wichtigsten Gewürze. In Europa ist es nicht so populär. Frisch ist Kurkuma Bestandteil von Gewürzpasten und aromatisiert und färbt Suppen, Reis- und Eintopfgerichte. Kurkuma in Pulverform wird viel in der Karibik und Indien verwendet.

 

Es würzt und färbt Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Gemüse, Fisch und Fleisch und ist ein wichtiger Teil von vielen Currymischungen. Kurkuma ist eines der Gewürze die nicht nur Gerichte durch den Geschmack aufpeppen, sondern auch durch die Farbe.

  • Fisch, Krabben, Meeresfrüchte
  • Fleischgerichte, Fleischmarinaden, Innereien, Fleischsaucen
  • Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Paella und Reisgerichte
  • Eiergerichte, Senf, Gewürzpasten und Salatdressings

 

Geschmack:

Frisch schmeckt Kurkuma ingwerähnlich, würzig und leicht brennend. Das Pulver ist mild würzig und leicht bitter. Kurkuma solltest du dosiert einsetzen. Eine Messerspitze reicht meist schon für ein 4 Personen Gericht. Kurkuma ist eines der Gewürze das du zügig aufbrauchen solltest. Denn das Aroma geht bei zu langen Lagerung leider schnell verloren.

 

Wo kommt das Gewürz her?

Kurkuma stammt aus Südostasien. In Indien ist das Gewürz seit 4.000 Jahren bekannt. Indien ist heute noch der Hauptproduzent von Kurkuma, verbraucht aber die gesamter Ernte fast selber auf. Durch die Araber gelang das Gewürz nach Europa und war im Mittelalter als Heil- und Färbepflanze sehr geschätzt.

 

 

Muskatnuss: (Myristica Fragrans)

 

Die Verwendung von dem Gewürz:

Die Muskatnuss dient zum Würzen von Suppen, Eiergerichten und Saucen wie zum Beispiel der Béchamel. Aber genauso auch für Gemüse, Kohl, Kartoffeln, Spinat und Fleisch.

 

Da sich die ätherischen Öle bei diesem Gewürz rasch verflüchtigen, sollte die Muskatnuss unbedingt immer frisch gerieben werden. Und am Besten erst am Ende beim Abschmecken.

 

Die Muskatblüte wird häufig zum Würzen von Gebäck hergenommen. Aber genauso auch wenn du für ein Gericht nur eine besonders feine Muskatnote wünschst. 

  • Kartoffelgerichte, Eiergerichte, Auflauf und Eintöpfe
  • Fleisch, würzen von Saucen und Suppen
  • Backwaren, Brote und Plätzchen
  • alle Arten von Kohlgemüse, Kürbis, Spinat, Erbsen, Möhren und Pastinaken
  • Nudeln und Reis, passt aber auch gut zu Käsegerichten

 

Geschmack:

Der Geruch von der Muskatnuss ist kräftig und leicht harzig und erdig. Sie hat einen sehr aromatischen und leicht süßen Geschmack.

 

Kombination:

Die Muskatnuss ist ein dominantes Gewürz. Außer Salz und Pfeffer passen nicht viele Gewürze dazu. Zu Desserts und Kuchen wird aber noch gerne Zimt dazu kombiniert. 

 

Wo kommt das Gewürz her?

Die Muskatnuss stammt von den indonesischen Banda-Inseln. Sie war zwar in der Antike und im Mittelalter als Heilmittel bekannt, aber als Gewürz spielte sie damals noch keine große Rolle. Erst sehr spät hat man die Muskatnuss und Muskatblüte in Europa als Gewürze in den Küchen integriert.

 

Paprika: (Capsicum annuum)

 

Die Verwendung von dem Gewürz:

Auch Paprika ist eines der Gewürze das in keiner Küche fehlen sollte. Es gibt viele Arten von Paprikapulver von Edelsüß, über Rosenpaprika bis zu scharfem und geräuchertem Paprika. Dabei wird das Gewürz gerne in der ungarischen, türkischen und spanischen Küche verwendet. 

 

  • paßt zu ziemlich allen Fleischgerichten, Schwein, Hammel, Lamm, Wild, Geflügel
  • Fisch, Fischsaucen und Fischsuppen
  • Schmorgerichte wie Gulasch, Ragouts, Eintöpfe und Aufläufe
  • Gemüse und Kohlarten, Quark und Kräuterdips

 

Geschmack:

Der Geschmack vom Paprikapulver ist leicht fruchtig und geht von süßlich bis scharf. Je nachdem wie viel Capsaicin die Paprika beinhaltet hat. Geräuchertes Paprikapulver hat neben der leichten Süße auch noch ein rauchig karamellartiges Aroma. Paprikapulver kann schnell unangenehm bitter werden wenn es zu heiß in der Pfanne oder Topf angebraten wird.

 

Kombination:

Paprikapulver harmoniert mit vielen getrockneten Kräuter und Gewürze, wie zum beispiel Rosmarin, Petersilie, Oregano aber auch Knoblauch und Kümmel. Den Schmorgerichten verleiht Paprika eine schöne fruchtige Note.

 

Wo kommt das Gewürz her?

Das Paprika kommt hauptsächlich aus Ungarn, Spanien und Brasilien. Durch die Osmanen kam das Gewürz Ende des 16. Jahrhunderts nach Ungarn. Dort wurde es allerdings anfangs nur zur Zierde angepflanzt. Erst viel später hat man das Gewürz zum Kochen verwendet.

 

Pfeffer: (Piper nigrum)

 

Die Verwendung von dem Gewürz:

Pfeffer – eine Pflanze, drei Gewürze. Farbe und Aroma hängen einzig vom Erntezeitpunkt und von der weiteren Verarbeitung der anfangs grünen, später roten Beere ab. 

 

Grüner Pfeffer wird aus der unreifen grünen Beere hergestellt und ist in Lake eingelegt oder gefriergetrocknet.

Schwarzer Pfeffer wird aus unreifen, grünen Beeren produziert. Bei der Fermentation entsteht die schwarze Farbe.

Weißer Pfeffer wird aus reifen Beeren gewonnen. Nach dem Entfernen der Fruchtschale erhält man die gelblich weißen Körner.

  • Geflügel, Barbecue, gegrilltes Fleisch, Steaks, Wild
  • gegrilltes Gemüse, Eintöpfe, Wok-Gerichte
  • Suppen, Marinaden, 
  • Fisch, Meeresfrüchte, Currys

 

Geschmack:

Grüner Pfeffer ist angenehm und weniger scharf, während der schwarze Pfeffer würzig aromatisch und sehr scharf ist. Der weiße Pfeffer ist weniger aromatisch, besitzt jedoch die volle Schärfe und wird gerne für helles Fleisch und helle Saucen verwendet. Pfeffer ist weltweit als schärfendes Gewürz bekannt und sollte kurz vor dem würzen frisch zerstoßen werden.

 

Wo kommt das Gewürz her?

Der schwarze oder auch „echte“ Pfeffer kommt ursprünglich aus Südindien und wird heute in vielen tropischen Regionen kultiviert. Vor allem in Sri Lanka, Indonesien, Thailand, Brasilien, Afrika und Vietnam. Er zählt schon seit jeher als wahrscheinlich das wichtigste Gewürz.

 

Safran: (Crocos Sativus)

 

Die Verwendung von dem Gewürz:

Safran zählt zu den teuersten Gewürze auf der Welt. Pro Gericht genügen allerdings auch nur wenige Fäden die kurz in Wasser eingeweicht und dann mit dem Einweichwasser zugefügt werden.

 

Safran würzt in den Küchen rund ums Mittelmeer, im Nahen Osten sowie in Südostasien Fisch-, Fleisch-, und Reisgerichte. Beispielsweise Bouillabaisse und Paella, aber auch Risotto milanese.  

  • Saucen, Suppen, Reis, Nudeln, Desserts
  • Fisch, Fleisch und Gemüse
  • Kuchen, Gebäck und Desserts

 

Geschmack:

Die Stempelfäden des Safrankrokus riechen süß und aromatisch. Der süße Geruch täuscht darüber hinweg, dass sie in getrockneter Form leicht bitter schmecken. Die bittere Note überwiegt aber nicht. Safran hat einen sehr spezielles Aroma und sollte sehr vorsichtig dosiert werden.

 

Wo kommt das Gewürz her?

Die Heimat von Safran wir in Zentralasien oder Anatolien vermutet. Das Gewürz könnte aber auch von der Insel Kreta kommen. Hauptproduzent mit einem fast 80% -igen Anteil ist momentan Spanien und Iran. 

 

Sternanis: (Illicium verum)

 

Die Verwendung von dem Gewürz:

Sternanis spielt in der chinesischen Küche eine sehr große Rolle und ist Bestandteil von dem 5 Gewürze Pulver. Bei uns in Europa kommt Sternanis meist nur in der Weihnachtszeit zum Einsatz.

 

Es ist relativ intensiv im Geschmack, von daher bitte dosiert damit würzen. Meistens reicht es aus, nur einen kleinen Teil von dem Stern herauszubrechen und kurz vor dem Ende der Garzeit dem Gericht hinzuzugeben.

Sternanis ist eines der Gewürze, dem man ein verdauungsförderne Wirkung zuschreibt. Von daher wir es gerne bei gehaltvollen, fettigen aber auch scharfen Gerichten hergenommen.  

  • Ente, Schwein, Rind, Sauerbraten, Wildgerichte
  • Fisch, Meeresfrüchte, Jakobsmuscheln
  • Gemüse, Kohlgemüse, Karotten 
  • Weihnachtliches Gebäck

 

Geschmack:

Der Geschmack von Sternanis ist sehr dominant und dank den ätherischen Ölen auch sehr aromatisch würzig. Es ähnelt vom Geschmack her sehr dem von Anis, nur intensiver und süßer, auch ein wenig pfeffriger. Willst du dieses Gewürz als Ersatz für Anis nehmen dann reicht häufig nur eine heraus gebrochene Fruchtkapsel aus, um dem Gericht eine ganz besondere Note zu verleihen.

 

Kombination:

Durch die ätherischen Öle ist Sternanis ein sehr dominantes Gewürz. Trotzdem kannst du es sehr gut mit ähnlichen Gewürzen wie Zimt, Nelken, Kardamon, Vanille, Ingwer, Fenchel und Koriander kombinieren. Trotzdem mit der Dosierung aufpassen. Mir ist es nicht nur einmal passiert, das der Geschmack von Sternanis zu dominant geworden ist.

 

Wo kommt das Gewürz her?

Sternanis stammt aus den Bergregionen Südchinas und Nordvietnam. Angebaut wird das Gewürz heute auch in Laos und noch auf den Philippinen. Erst im 18. Jahrhundert machte Sternanis als Gewürz für englische Marmeladen bei uns in Europa Karriere.

 

Wacholderbeeren: (Juniperus communis)

 

Die Verwendung von dem Gewürz:

Wacholderbeeren werden sehr häufig bei deftigen und fetten Gerichten hergenommen. Sehr gerne in Europas Küchen. Von Skandinavien, Russland, Deutschland, Großbritannien bis ans Mittelmeer lieben die Köche dieses aromatische Gewürz.

 

Die getrockneten Beeren würzen überwiegend Fleisch, Wild und dienen auch sehr gerne als Zugabe zum Räuchern. Das beste Aroma kannst du dann aus diesem Gewürz herausholen wenn du es kurz vor der Verwendung zerstößt oder leicht andrückst. 

  • Wild, Wildgeflügel, Rind, Schwein, Ente, Kalbsnieren und Kalbsleber
  • Sauerkraut, Blaukraut, Rote Beete, Kohlgerichte
  • Beizen, Pöckeln, Saucen, Marinaden

 

Geschmack:

Die getrockneten Wacholderbeeren haben ein kräftiges, süßes und leicht harziges Aroma. Teilweise kommt aber auch ein leicht bitterer Geschmack zum Vorschein. Es ist eines der wichtigsten Gewürze die wir zu Wildgerichten verwenden.

 

Wo kommt das Gewürz her?

Das Hauptanbaugebiet für die Wacholderbeere ist Mazedonien, Kosovo, Albanien aber auch Italien. Das Gewürz kommt aber auch sehr häufig in den nördlichen Länder Europas vor, genauso wie in Asien, Nordamerika und Nordafrika.

 

Ceylon Zimt: (Cinnamomum zeylanicum)

 

Die Verwendung von dem Gewürz:

In seiner asiatischen Heimat würzen geröstete ganze Zimtstücke Eintöpfe und Schmorgerichte. Aber auch scharfe Currys und Reis. Im nahen Osten aromatisiert dieses Gewürz Lamm, Rind und Hülsenfrüchte.

 

Früher wurde das Gewürz in Europa auch für deftige Fleischgerichte hergenommen. Zur Zeit aber hauptsächlich für Gebäck und Süßspeisen.

  • Lamm und Rind
  • Hülsenfrüchte, Reis und Schmorgerichte
  • Desserts, Gebäck

 

Geschmack:

Ceylon Zimt ist ein sehr aromatisches Gewürz. Vom Geschmack würzig süß und gerade in der Weihnachtszeit wird es gerne für viele Getränke und Speisen hergenommen. Ceylon Zimt sollte nicht mit dem chinesischen Zimt verwechselt werden. Dieser ist dunkler und gröber als der Ceylon Zimt, und im Geschmack viel herber. Aufgrund des hohen Cumaringehaltes sollte der chinesische Zimt Gewürz kaum verwendet werden. 

 

Wo kommt das Gewürz her?

Der Ceylon Zimt ist auf Sri Lanka (früher Ceylon) heimisch und wird heute aber auch im tropischen Asien sowie in der Karibik angebaut. Genauso wird er aber auch auf Madagaskar und auf den Seychellen geerntet.

 

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