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Frische Kräuter trocknen

Frische Kräuter richtig trocknen und damit auch für den Winter haltbar machen

 

Egal ob Salbei, Thymian, Rosmarin, Oregano oder Bohnenkraut. Viele dieser Kräuter kannst du mit nur wenigen Handgriffen trocknen und für den Winter haltbar machen.

 

Leider sind nicht alle frischen Kräuter für das Trocknen so gut geeignet. Auf dieser Seite zeige ich dir auf was du beim Kräuter trocknen unbedingt achten solltest, welche dafür am besten geeignet sind und mit welchen Methoden es am besten funktioniert.

 

➀ Die Vorbereitung:

 

Die beste Tageszeit um später die Kräuter später zu trocknen ist am späten Vormittag. Zu dieser Zeit haben die Kräuter am meisten der aromatischen Inhaltsstoffen aufgenommen.

 

Gut wäre ein sonniger Tag wenn kein Tau mehr an Oregano, Rosmarin und Co. zu sehen ist.

 

Um Schmutz und kleine Insekten zu entfernen solltest du die Kräuter nur gut ausschütteln.

 

Falls du sie wegen zu viel Verschmutzung doch waschen willst, dann bitte nur in kaltem Wasser schwenken und anschließend mit Küchenpapier die Kräuter trocken tupfen.

 

Wann ist die beste Ernte Zeit von Kräutern?

 

Die beste Erntezeit bei den meisten Kräutersorten ist vor dem Erreichen der Blütephase. Zu diesem Zeitpunkt steckt am meisten Kraft und Aroma in den Pflanzen. Sobald die ersten Blüten kommen verbrauchen die Pflanzen viel Kraft. Besonders stark davon betroffen sind Küchenkräuter wie Schnittlauch, Basilikum, Dill aber auch Oregano. 

 

Du kannst die Kräuter zwar auch noch während der Blütezeit ernten um sie später zu Trocknen, aber jetzt haben sie schon viel von ihrem köstlichen Aroma verloren.

 

➁ Ganze Zweige abschneiden und zusammenbinden

 

Für den Kräuter und Gewürze Wintervorrat solltest du nur gesunde und einwandfreie Pflanzen ernten. Blüten, einzelne Blätter oder kleine Triebe kannst du mit der Hand zupfen. Für die härteren Zweige und Stänge verwende ich meistens eine Gartenschere oder ein scharfes Messer.

 

Die Küchenkräuter solltest du einige Zentimeter über dem Boden abschneiden. So können mehrjährige Pflanzen im nächsten Jahr nochmal austreiben. Die Blätter am besten noch an den Stängeln lassen und mit Bast oder Bindfaden locker zu kleinen Kräutersträußchen binden. 

 

Welche Küchenkräuter eignen sich am besten zum Trocknen?

Gut zum Trocknen eignen sich Kräuter mit harten Stielen und festen ledrigen Blätter, so wie folgende:

Rosmarin

Oregano

Salbei

Minze

Majoran

Thymian

Beifuß

Bohnenkraut

Dill

Lavendel

Lorbeer

Kamille

 

 

Bei Oregano, Majoran, Rosmarin und Thymian verbessert sich nach dem Trocknen sogar das Aroma noch.

 

 

Zum Trocknen eher ungeeignete Kräuter sind folgende.

 

Leider sind nicht alle Kräuter gut zum Trocknen geeignet. Einige Pflanzen verlieren nach dem Abschneiden so schnell ihre Duft- und Geschmacksstoffe das es nicht viel Sinn macht. Hier würde ich andere Methoden zum Aufbewahren wählen. Wie zum Beispiel einlegen in Öl, Essig oder Salz. Aber auch Einfrieren wäre eine gute Alternative.

Basilikum

Pimpinelle

Borretsch

Liebstöckl

Weinraute

Sauerampfer

Kresse

Schwarznessel

 

 

➂ Wo soll ich die Kräuter trocknen lassen?

 

Die beste und billigste Art Kräuter und Gewürze schonend trocknen zu lassen, ist das sogenannten Luftrocknen. Wärme in Verbindung mit einer guten Luftzirkulation sind die wichtigsten Voraussetzungen zum erfolgreichen Trocknen. Der Ort sollte schattig sein. Viele nehmen dafür den Dachboden her. Die Temperatur sollte bestenfalls zwischen 20 und 30 Grad sein.

 

Sie können die Kräuter zum Trocknen mit dem Bast oder Bindfaden an einer Wäscheleine aufhängen, oder aber auch wenn genügend Platz vorhanden ist, die aromatischen Pflanzen auf einem Holzgitter  ausbreiten. Innerhalb von ca. 2 bis 3 Tagen sind die Kräuter nun fertig getrocknet. Du merkst es daran wenn die Blätter deutlich rascheln.

 

Alternative Methoden zum Kräuter trocknen lassen

 

Hast du keinen geeigneten Raum dann könntest du auch die Kräuter in einem immer populärer werden Dörrapparat oder in einer Mikrowelle trocknen lassen. Nimmst du die Mikrowelle her, dann einfach die Küchenkräuter zwischen zwei Küchenpapiere legen und für ca. 2 – 4 Minuten auf höchster Stufe trocknen lassen.

 

Gerne wird auch der Backofen verwendet. Damit das Trocknen so schonend wie möglich funktioniert solltest du die 30 Grad bei der Temperatur nicht überschreiten. Die Ofentür bitte einen Spalt offen lassen, damit die Feuchtigkeit auch leichter entweichen kann.

 

Info:

Die beste und kostengünstigste Methode ist natürlich das Trocknen an der Luft. Denn je höher die Temperatur ist, die auf die Küchenkräuter einwirkt um so mehr Aroma verlieren sie auch beim Trocknen.

 

➃ Nach dem Trocknen nicht vergessen

 

Die Kräuter sind ausreichend getrocknet wenn die Blätter rascheln und sich leicht zerreiben lassen. Je länger du jetzt wartest um so mehr Aroma würden sie jetzt an der Luft verlieren. Die Kräuterblättchen nun von den Stängeln streichen und in ein dichtes Schraubglas füllen. 

 

Hast du größere Mengen getrockneter Küchenkräuter, dann lege sie auf ein Pergamentpapier und zerkleinere sie mit einem Nudelholz. Die zerkleinerten Teile nun am besten in ein Glas füllen und luftdicht verschließen. So kannst du mit den Kräutern gut und gerne 6 Monate kochen. Je nach Kraut verliert es dann immer mehr an Geschmack.

 

➄ Kräutersamen trocknen

 

Kümmel und Anis sind Kräutersamen. Bei ihnen verläuft das Trocknen etwas anders. Hier sollte die Ernte der Kräuter früh im Morgentau geschehen. Denn wenn die Pflänzchen trocken sind, verlieren sie während der Ernte viele Samen und genau diese wollen wir ja haben.

 

Zum Trocknen der Kräutersamen werden diese auf eine geeignete Unterlage in die Sonne gelegt. Später lassen sich dann die Samen von den übrigen Pflanzenteilen sehr gut abtrennen.

 

➅ Küchenkräuter mit Öl, Essig oder Salz haltbar machen

Küchenkräuter wie Basilikum, Dill, Borretsch oder Liebstöckl die zum Trocknen eher ungeeignet sind, solltest du lieber anders haltbar machen. Pesto zum Beispiel funktioniert wunderbar mit dem leckeren Basilikum. Du hast aber auch noch andere Alternativen.

 

Vor dem Einlegen in Öl, Essig oder Salz werden die Kräuter kurz abgebraust und vorsichtig mit Küchenpapier trocken getupft. Anschließend die abgezupften Blätter grob hacken, fein schneiden oder mit dem Mixer pürieren und in saubere Gläser mit Schraubverschluß einfüllen.

 

Anschließend die Kräuter etwa 1 cm hoch mit Essig oder Öl bedecken. Es sollte kein Blatt aus dem Öl herausschauen. Sonst würde es rasch verderben. Zum Konservieren eignen sich alle länger haltbaren, kalk gepressten Öle. Ideal ist beispielsweise hochwertiges Olivenöl. Es wird weniger schnell ranzig als Sonnenblumenöl.

 

Kräuter in Öl sind in der Küche sehr vielseitig einsetzbar. Im Ölbad bewahren Sie ihr Aroma weitgehend und lassen sich später beim Entnehmen gut dosieren. Das gleiche gilt für Kräuter in Essig eingelegt. Mit einem hochwertigen Essig bedeckt, eignen sich die Küchenkräuter vor allem für die Zubereitung für Dips und Dressing, da sie eine gewisse Säure erfordern. 

 

Nachdem Einlegen sind die Kräuter etwa in 2 bis 3 Wochen fertig für den Verzehr. Nach dem Entnehmen solltest du immer darauf achten das die Kräuter mit Öl oder Essig bedeckt sind. So halten sie in einem Glas durchaus mehrere Monate.

Ähnliche Vorgehensweise gilt für das Einlegen in Salz

 

In Salz eingelegt kannst du das Aroma der leckeren Kräuter ebenfalls über den Winter retten. Auf 4 Teile Kräuter kommen 1 Teil Salz. Beides wird abwechselnd Schicht für Schicht in ein gut verschließbares Schraubglas gefüllt.

 

Aufgrund von dem sehr hohen Salzanteil solltest du diese Kräuter nur sparsam zum Kochen verwenden. Die Haltbarkeit ist durchaus einige Monate.

 

Welche Kräuter und Gewürze am besten zu welchem Fleisch, Gemüse oder Fisch dazu passt, siehst du folgender in der Kräuter und Gewürze Tabelle.

 

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